Die Selbsthilfegruppe
"Polio-Spätfolgen" besteht aus
Betroffenen, die vor vielen Jahren, oder Jahrzehnten, an Kinderlähmung
(Poliomyelitis) erkrankten und nun unter den Spätfolgen dieser
Krankheit leiden. Wir kommen aus allen Bezirken Berlins und aus dem Umland.
Im Mai 1992 fand das erste Treffen der SHG
Polio-Spätfolgen statt. Die Gruppe bestand damals aus 15 Betroffenen.
Ende 1994 ist aus dieser Selbsthilfegruppe der Verein"POLIO-SPÄTFOLGEN
e.V." hervorgegangen, dessen Ziele mit denen der
Selbsthilfegruppe übereinstimmen. Heute sind es etwa 320 Personen,
die an den Gruppentreffen und/oder dem Gruppeninfo interessiert sind und
120 eingetragene Mitglieder.
Der Verein dient der Beratung und gegenseitigen Hilfe
der vom Post-Polio-Syndrom
Betroffenen
und deren Angehörigen sowie der Information aller an diesem Problem
Interessierten. Außerdem ist es für
uns wichtig, immer
wieder auf die inzwischen leider vernachlässigte
Polioimpfung hinzuweisen.
Wir, die Mitglieder des Vereins, treffen uns regelmäßig
und tauschen persönliche Erfahrungen aus. Wir bitten
kompetente Referenten zu Vorträgen und lassen uns über Therapie,
Medikamente, geeignete Hilfsmittel und Verhaltensweisen, Sozialhilferecht,
Reisen u.a. informieren.
Alle drei bis vier Monate wird das Info, P-S-I (Polio-Selbsthilfe-Info),
von der Berliner Gruppe herausgegeben. Mit diesem wollen wir Betroffene
erreichen, die, bedingt durch ihre Berufstätigkeit oder aus gesundheitlichen
Gründen, an den Gruppentreffen nicht teilnehmen können.
Es werden hier die geplanten Aktivitäten und Termine
mitgeteilt, gelegentlich medizinische Referate veröffentlicht
oder von den Betroffenen über die Erfahrungen mit Ämtern, Hilfsmittel
usw.
berichtet.
Alle aktiven Mitglieder arbeiten, so gut wie der gesundheitliche
Zustand es zulässt, ehrenamtlich zum Wohle des Vereins, deren
Mitglieder und Freunde.
Zu den Gruppentreffen sind uns Gäste
immer willkommen.